
Mit einer Ausstellung will der Heimatbund Uetze beim Tag der offenen Tür in der Olen Dorpschaule an die Uetzer Eisenbahngeschichte erinnern. Das Heimatmuseum im ehemaligen Schulgebäude, Schulstraße 2, ist am Sonntag, 8. Februar 2026, von 14 bis 18 Uhr geöffnet.
Für die Eisenbahnausstellung hat der Heimatbund-Archivar Wolfgang Braatz, zahlreiche alte Fotos, Zeitzeugenberichte, Zeitungsartikel über die endgültige Einstellung des Zugverkehrs nach Uetze, Landkarten, die den einstigen Verlauf der Bahnstrecke Celle-Uetze-Braunschweig mit Abzweig nach Peine zeigen, und noch weitere Exponate zusammengetragen.
1920 eröffnete die Reichsbahn feierlich den ersten Streckenabschnitt zwischen Celle und Uetze. Ein Jahr später war die Verlängerung bis Plockhorst fertig. Ab 1922 fuhren auch Züge auf dem Abzweig von Plockhorst nach Peine. Ab 1923 waren auch Fahrten nach Braunschweig möglich. Das Aus für die Strecke kam nach und nach. So stellte die Bundesbahn 1962 den Personenverkehr zwischen Plockhorst und Braunschweig ein. 1971 hielt letztmals fahrplanmäßig ein Personenzug im Uetzer Bahnhof. Zum Jahreswechsel 1991/92 gab die Bundesbahn offiziell auch den Güterverkehr nach Uetze auf.
Für Geschichtsinteressierte lohnt sich auch ein Besuch im Heimatmuseum wegen der Dauerausstellung, die dort zu sehen ist. Der Heimatbund präsentiert unter anderem alte Nähmaschinen, landwirtschaftliche Geräte, Kleidungsstücke aus Uromas Zeiten, eine Schusterwerkstatt, eine Böttcherei und vieles mehr.
Am Tag der offenen Tür verwandelt der Heimatbund einen früheren Klassenraum in eine Cafeteria. Er bietet dann dort gegen Spenden Kaffee und Kuchen an. Der Modellbahnclub und die Modellfluggruppe Uetze, die Räume im Dachgeschoss der Olen Dorpschaule haben, öffnen ebenfalls am 8. Februar ihre Türen für Besucher.
