Die Deutsche Bahn hat die Vorplanung für die Erweiterung des Hauptbahnhofs Hannover abgeschlossen. Damit ist ein wichtiger Schritt erreicht, um den stark frequentierten Bahnhof künftig leistungsfähiger zu machen und auf den geplanten Deutschland-Takt vorzubereiten. Darauf weist die Bahn in einer Presseinformation hin.
Kern des Projekts ist unter anderem eine neue Personenunterführung im Bereich der Lister Meile. Sie soll zusätzliche Wege zwischen den Bahnsteigen schaffen und damit kürzere Umstiegszeiten für Reisende ermöglichen. Außerdem ist der Neubau eines Mittelbahnsteigs mit den Gleisen 15 und 16 vorgesehen. Dort sollen künftig vor allem S-Bahnen in Richtung Lehrte halten. Dadurch entsteht auf den bisherigen Bahnsteigen mehr Platz für den Fernverkehr.
Darüber hinaus sind umfangreiche Anpassungen an der Gleisinfrastruktur geplant. Der sogenannte Spurplan soll verändert werden, um mehr Kapazität zu schaffen und schnellere Einfahrten in den Bahnhof zu ermöglichen. Auch der Bau eines neuen Stellwerks gehört zu den vorgesehenen Maßnahmen.
Im nächsten Schritt wird die abgeschlossene Vorplanung sowohl von Fachleuten der Deutschen Bahn als auch vom Eisenbahn-Bundesamt überprüft. Parallel untersucht die DB InfraGO weitere Möglichkeiten, um die wachsenden Fahrgastströme besser zu lenken. Dazu gehören Überlegungen zur Erweiterung der bestehenden Personenunterführung im Bahnhofsbereich sowie zusätzliche Treppen zu den Bahnsteigen. Für diese weitergehende Vorplanung ist derzeit ein Zeitraum bis etwa 2029 vorgesehen.
Bereits vor dem eigentlichen Ausbau laufen vorbereitende Maßnahmen. So soll die Überleitstelle in Hannover-Burg optimiert werden. Sie ermöglicht Zügen den Wechsel zwischen Gleisen derselben oder benachbarter Strecken. Geplant ist unter anderem der Einbau größerer Weichen, wodurch Züge in diesem Bereich schneller fahren können. Gleichzeitig sollen zusätzliche Ausweichmöglichkeiten entstehen, die den Bahnbetrieb stabiler und pünktlicher machen.
Die Ausschreibung für diese Arbeiten soll kurzfristig erfolgen. Ziel ist es, dass der Auftragnehmer Ende 2026 mit den Arbeiten beginnen kann.
