Kooperationsstelle Hochschulen und Gewerkschaften feiert 25-jähriges Bestehen

Foto: Marek Kruszewski

Die Kooperationsstelle Hochschulen und Gewerkschaften Hannover–Hildesheim hat ihr 25-jähriges Bestehen mit einer Jubiläumstagung gefeiert. Am 25. März 2026 kamen dazu Vertreter aus Hochschulen, Gewerkschaften, Stiftungen und Politik zusammen, um die bisherige Arbeit zu würdigen und über künftige Aufgaben zu sprechen.

Seit ihrer Gründung im Jahr 2001 versteht sich die Kooperationsstelle als Bindeglied zwischen Wissenschaft und Arbeitswelt. Sie bringt Hochschulen, Gewerkschaften und betriebliche Praxis in der Region durch Dialogformate, Tagungen, Projekte und Beratung zusammen. Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse in gesellschaftliche Praxis zu überführen und zugleich Erfahrungen aus Betrieben und Gewerkschaften in Forschung und Lehre einfließen zu lassen. Thematisch befasst sich die Kooperationsstelle mit Fragen guter Arbeit und Mitbestimmung ebenso wie mit Bildung, Qualifizierung, Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz und sozial-ökologischer Transformation.

Zu den Referierenden der Jubiläumstagung zählten unter anderem Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies, Dr. Ernesto Harder, Vorsitzender des DGB-Bezirks Niedersachsen, Bremen, Sachsen-Anhalt, sowie Prof. Dr. Josef von Helden, Präsident der Hochschule Hannover. In ihren Beiträgen hoben sie die Bedeutung der Kooperationsstelle als Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Betrieben und Gewerkschaften hervor.

Olaf Lies erklärte: „Kooperationsstellen wie diese leisten einen wichtigen Beitrag, um Wissenschaft und Praxis enger zu verzahnen – das stärkt Niedersachsen als Innovations- und Arbeitsstandort.“ Josef von Helden betonte: „Wissenschaft entfaltet ihre Wirkung besonders dann, wenn sie im Austausch mit der Praxis steht. Die Kooperationsstelle ist dafür ein zentraler Ort.“ Ernesto Harder unterstrich: „Die Transformation der Arbeitswelt gelingt nur, wenn Beschäftigte mitgenommen werden. Die Kooperationsstelle schafft dafür seit Jahren die richtigen Räume.“

Andrea Wemheuer von ver.di Niedersachsen-Bremen zeichnete in einem Rückblick die Entwicklung der Kooperationsstelle seit ihrer Gründung nach. Zahlreiche Projekte, Veranstaltungen und Kooperationen hätten dazu beigetragen, den Austausch zwischen Hochschulen, Betrieben und Gewerkschaften dauerhaft zu stärken.

Einen weiteren inhaltlichen Schwerpunkt setzte die Keynote von Prof. Dr. Kerstin Jürgens von der Universität Kassel. Die Sozialwissenschaftlerin ordnete aktuelle Entwicklungen in der Arbeitswelt ein und gab Impulse für die künftige Zusammenarbeit.

Am Nachmittag wurde die Tagung in Workshops fortgesetzt. Dort erarbeiteten die Teilnehmer Perspektiven und Handlungsansätze für die weitere Zusammenarbeit zwischen den fünf Partnerhochschulen in Hannover und Hildesheim sowie den DGB-Gewerkschaften. Im Mittelpunkt standen Fragen nach den Veränderungen der Arbeitswelt, der Rolle von Mitbestimmung und der Bedeutung wissenschaftlicher Erkenntnisse für die betriebliche Praxis.

Die Veranstalter werteten die Resonanz auf die Tagung und die Diskussionen als Zeichen dafür, dass der Bedarf an Austauschformaten zwischen Wissenschaft, Gewerkschaften und Praxis weiterhin groß ist. Die Kooperationsstelle wolle diesen Dialog auch in den kommenden Jahren aktiv gestalten.

Weitere Informationen gibt es unter www.kooperationsstelle-hannover-hildesheim.de.

Download als PDF

Nach oben scrollen