
Die Hochschule Hannover hat einen Fördererfolg erzielt. Der Verbundantrag „Resilient@Campus“ gehört zu den bundesweit 29 ausgewählten Projekten der Förderlinie „Die Welt ist mein Campus“ der Stiftung Innovation in der Hochschullehre. Insgesamt waren 219 Anträge eingereicht worden.
Unter Leitung der Hochschule Hannover entwickelt der Hochschulverbund gemeinsam mit der FH Münster und der HNE Eberswalde in den kommenden vier Jahren Ansätze zur Förderung psychischer Resilienz von Studenten in Zeiten multipler gesellschaftlicher Krisen. Das Projekt startet am 1. Juli 2026 und läuft bis zum 30. Juni 2030. Insgesamt stehen für den Hochschulverbund Fördermittel in Höhe von 2,55 Millionen Euro zur Verfügung.
Ausgangspunkt des Projekts ist nach Angaben der Hochschule die Beobachtung, dass Studenten die Auswirkungen von Klimakrise, gesellschaftlichen Unsicherheiten und Transformationsdruck nicht nur intellektuell, sondern auch emotional und psychisch erleben. Gleichzeitig werde mentale Gesundheit bislang häufig außerhalb von Studium und Lehre verortet.
Mit „Resilient@Campus“ soll eine evidenzbasierte Toolbox entstehen, die Lehrende dabei unterstützt, psychische Resilienz als Teil kompetenzorientierter Hochschulbildung mitzudenken. Studenten sollen dadurch in ihrer Handlungs- und Transformationsfähigkeit gestärkt werden.
„Wir erleben zunehmend, dass Studierende durch die Gleichzeitigkeit globaler Krisen emotional stark belastet sind. Hochschulen müssen darauf Antworten entwickeln, die über klassische Beratungsangebote hinausgehen. Mit Resilient@Campus schaffen wir praxisnahe und wissenschaftlich fundierte Ansätze, um Studierende in ihrer Handlungsfähigkeit zu stärken“, sagt Projektleiter Prof. Dr. Henning Austmann von der Fakultät IV der Hochschule Hannover.
Auch aus hochschulstrategischer Perspektive besitzt das Projekt besondere Bedeutung. „Die Positionierung unserer Hochschule als Zukunftswerkstatt für Transformation bedeutet, dass unsere Absolventinnen und Absolventen neben fachlichen Kompetenzen auch mit Resilienz und Handlungsfähigkeit ausgestattet sein müssen, um die Zukunft positiv zu gestalten“, ergänzt Prof. Dr. Annika Schach, Vizepräsidentin für Lehre und Studium, Chancengleichheit und Internationales.
