Fotoausstellung erinnert an die Geschichte des Bergwerks Riedel

Das Bergwerk Riedel in den 1950er Jahren.

Die Kunstspirale Hänigsen lädt zur Fotoausstellung „Schicht für Schicht – Bergbau in Hänigsen“ ein. Die Ausstellung ist Teil der Feierlichkeiten zum 800-jährigen Bestehen von Hänigsen und widmet sich der Geschichte des Kali- und Steinsalzbergwerks Riedel, das zu den prägenden Orten der regionalen Industriegeschichte zählt.

Zu sehen ist die Ausstellung im Haus Kasparland an der Mittelstraße 2 in Hänigsen in den Räumen der Kunstspirale. Sie läuft vom Sonnabend, 2. Mai, bis Donnerstag, 4. Juni 2026. An den besonderen Ausstellungstagen ist sie am Sonnabend, 2. Mai, von 13 bis 20 Uhr und am Sonntag, 3. Mai, von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Ansonsten gelten die regulären Öffnungszeiten der Kunstspirale.

Die Besucher erwartet eine Sammlung historischer Schwarz-Weiß-Fotografien aus den Jahren 1909 bis in die 1950er Jahre. Die Bilder dokumentieren die Entwicklung des Bergwerks, den Arbeitsalltag unter Tage sowie die Menschen, die den Bergbau in Hänigsen geprägt haben.

Das Bergwerk Riedel war mit rund 1525 Metern Tiefe einst eines der tiefsten Kalisalzbergwerke der Welt und steht sinnbildlich für den industriellen Aufbruch der Region. Zugleich erinnert die Ausstellung an ein tragisches Kapitel der Geschichte. Im Juni 1946 kamen bei einer Explosion während Räumungsarbeiten 86 Männer ums Leben. Das Unglück zählt zu den schwersten der regionalen Bergbaugeschichte.

Neben der fotografischen Dokumentation bietet die Ausstellung auch Raum für Austausch und persönliche Begegnungen. Das neu erschienene Buch „Das Kali- und Steinsalzbergwerk Niedersachsen-Riedel“ kann vor Ort erworben werden. Der Autor, Diplom-Bergbauingenieur Dr. Rainer Gerling, ist an den Ausstellungstagen für Gespräche sowie einen Vortrag anwesend. Ebenso stehen die Eigentümer des Strege-Archivs, die Brüder Rainer und Jost-Henning Strege, für Einblicke und Gespräche zur Verfügung.

Die Ausstellung beleuchtet nicht nur die industrielle Bedeutung des Bergwerks, sondern auch dessen Nutzung während des Zweiten Weltkriegs sowie die Entwicklung bis zur endgültigen Stilllegung in den Jahren 1996 und 1997. Heute wird das Grubengebäude geflutet, während das Gelände schrittweise einer neuen Nutzung zugeführt wird.

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